- Während im ersten Fall das sogenannte Traumlesen sich automatisch einschaltet und uns den Gedankenflügen des Autors tagträumend folgen lässt, ist die innere Grundhaltung im zweiten Fall ganz anders, »ernster«. Der Text soll uns nicht »erbauen«, sondern Informationen hergeben. Diese Versachlichung wirkt zunächst emotionsreduzierend und erschwert allein dadurch den Lesevorgang nicht unerheblich.
- Hier muss eine weitere Technik des Lesens eingesetzt werden, das sogenannte Wissens-Lesen. Viele Menschen lernen diese Lesephilosophie intuitiv ohne Anleitung, oft durch Vorbild. Das sind später die guten Schüler und wieder später die guten Studenten mit guten Abschlüssen. Kaum auszudenken, würde das Wissens-Lesen explizit in der Schule gelehrt.
- Entscheidend für das Wissens-Lesen ist die Frage nach der Aufgabe, daraus folgt die Gestaltung des Lese-Ziels. Handelt es sich um eine verdichtende oder um eine Suchaufgabe?
- Beim verdichtenden Lesen geht es um das Herauslösen der Kernaussagen, um das Finden und Merken des Wesentlichen eines Textes.
- Das wird meist verwechselt mit dem Suchlesen. Hier geht es darum, Informationen in einem Text zu finden, die für eine bestimmte Aufgabe essentiell wichtig sind.
- Entsprechend unterschiedlich müssen die Leseziele formuliert werden. Diese schreibt man sich am besten auf einen Post-it-Zettel und behält sie während des Lesevorgangs im Blickfeld.
- Die Ziele sollte man zweckmäßigerweise in Frageform formulieren, damit das Gehirn beim Lesen Antworten findet.
- Für das verdichtende Lesen: »Welche Informationen, Begriffe, Zusammenhänge sind es wert / sind wichtig genug für diesen jetzt anstehenden Anlass (benennen!) meinem Chef / meinem Freund / meinen Kollegen / meinem Erzfeind mitgeteilt zu werden? Und welche kann ich einfach weglassen?«. Interessant ist, dass man die so gefundene Struktur sehr gut im Gedächtnis verankert. Mit Mind-Map noch besser.
- Für das Such-Lesen: »Welche Informationen, Begriffe, Zusammenhänge sind es, die mich meinem Arbeits- / Projekt- / Team-Ziel näherbringen? Welche davon werde ich (zum Beispiel in einem Mind-Map) festhalten? Auf welche Ideen bin ich dadurch gekommen? Wie und wo werde ich weitersuchen? In welcher Weise verändert sich dadurch mein Ziel / meine Haltung?
- Es ist wichtig, bevor man sich an umfangreiche Lese- und Bearbeitungsaufgaben macht, sich den Unterschied in der Zielsetzung bewusst zu machen. Tut man das nicht, fällt man anderen mit dem Gejammer über die Informationsflut auf die Nerven.
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Montag, 28. Februar 2011
4. Leseziel-Intelligenz - was ist das denn?
Romane, Krimis oder spannende Geschichten liest man anders als Fach-, Sach- und Lehrbücher, Berichte, Zeitungen, Zeitschriften, Fachmagazine oder E-Mails.
6. Leseziele s.m.a.r.t. formulieren
Da wir in diesem Newsletter vermehrt über Ziele sprechen, darf der Hinweis nicht fehlen, dass die Formulierung und Konstruktion von Zielen einer besonderen Grammatik unterliegt. Als ein besonders wirksames Werkzeug hat sich das SMART-Modell von Peter Ferdinand Drucker (Management by Objectives) bewährt. SMART ist ein Akronym von:
Also natürlich auch für Leseziele. Mit der sorgfältigen Formulierung steht und fällt der Wirkungsgrad des Lesevorgangs. Und wenn ich oberflächlich und lieblos vorgegangen war, nützt die beste Schnelllesetechnik nichts, das Ergebnis ist ein wirres Durcheinander. Die Kunst des Zielens ist nämlich s.m.a.r.t.
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- spezifisch,
- messbar,
- akzeptiert,
- realistisch,
- terminiert.
Also natürlich auch für Leseziele. Mit der sorgfältigen Formulierung steht und fällt der Wirkungsgrad des Lesevorgangs. Und wenn ich oberflächlich und lieblos vorgegangen war, nützt die beste Schnelllesetechnik nichts, das Ergebnis ist ein wirres Durcheinander. Die Kunst des Zielens ist nämlich s.m.a.r.t.
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7. Leseziele optimistisch formulieren
Das ist leicht gesagt. Was ist, wenn ich ein Pessimist bin? Die einzig richtige Antwort ist: »Umschulen auf Optimist!«, denn nur dann erleben Sie die mittreißende Kraft der selbsterfüllenden Prophezeiung, die meinen Seminar-Teilnehmern noch als Pygmalion-Effekt in Erinnerung sein dürfte.
Ich bin auf die Suche gegangen und habe im Internet einen anschaulichen Kurs von Dr. Rudolf Merkle zum Erlernen des Optimismus gefunden. Hier zunächst das Inhaltsverzeichnis:
Ich bin auf die Suche gegangen und habe im Internet einen anschaulichen Kurs von Dr. Rudolf Merkle zum Erlernen des Optimismus gefunden. Hier zunächst das Inhaltsverzeichnis:
- Optimismus - einleitende Worte
- Vorteile, die Optimisten haben
- Nachteile, die Pessimisten haben
- Vorurteile, denen Optimisten ausgesetzt sind
- Hat Pessimismus auch Vorteile?
- Kann Optimismus auch Nachteile haben?
- Merkmale von Optimisten
- Hoffnung und Zuversicht
- Selbsterfüllende Prophezeiungen
- Einstellungen pessimistischer Menschen
- Optimisten haben Vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten
- Vorwort zum praktischen Teil
- Allgemeine Strategien für mehr Optimismus
- Gedankenstrategien - Das ABC der Gefühle
- Training der optimistischen Sichtweise durch Vorstellungsübungen
- Lernen Sie, mehr von sich und Ihren Fähigkeiten überzeugt zu sein
- Ein Schlusswort, das Hoffnung machen soll
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